| Erstellen eines Quicktime VR Cubic Panorama-Movies VR fotografieren Quicktime-Plugin notwendig! |
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| 1. Aufnahmeposition |
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| Der Aufnahmeort sollte in allen Richtungen gesehen interessant sein. | Gerade die Kombination von nahen und entfernten Objekten, von hoch und tief macht VR Cubic-Bilder interessant. Ich versuche immer, ein Motiv zu finden, dessen Reiz sich mit herkömmlicher Fotographie, auch "normaler" Panoramafotographie, nicht erfassen lässt. Es geht also um die Position, nicht um die Perspektive. Auch sollte also immer mehr als eine Sensation von der Aufnahmeposition aus sichtbar sein. Der Zuschauer muss durch scrollen Dinge im Bild entdecken können, hinter sich im Bild, im Himmel, auf dem Boden. Ich versuche, wenn möglich, eine irgendwie symmetrische Position zu wählen, also genau zentral vor einem Gebäude, genau in der Mitte eines Platzes usw. Wegen der Geometrieverschiebungen beim Drehen des fertigen Panoramas ergibt das für meinen Geschmack meistens die befriedigensten Ergebnisse. Interessant ist allerdings oft auch eine Position sehr nah an einem interessanten Detail oder auf Blickachsen mehrerer Objekte. |
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| 2. Megapixelzahl einstellen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Alle Bilder müssen mit der gleichen Megapixelzahl gemacht werden. | Als Vorüberlegung sollte man die gewünschte Quicktime-Filmgröße festlegen, d.h. die Größe der Faces (Seitenflächen des VR-Würfels). Es bringt nichts, für eine Ausgabegröße von 2000 x 2000 Pixeln bei 35mm Brennweite mit 7 Megapixeln zu fotografieren, wenn diese Auflösung fürs fertige Panorama wieder kleingerechnet wird. Da die Filme ausschließlich am Computer angesehen werden, sind höhere Auflösungen nur notwendig, wenn man zoomen will. Für das Internet ergeben Faces von 1000 x 1000 Pixel Dateigrößen von ca. 500k, was eine verträgliche Ladezeit ergibt. Die Zusammenhänge zwischen Einzelbild und Ausgabegröße habe ich für 24mm und 35mm in einer Tabelle zusammengestellt. Bei kleinerer Brennweite sind höhere Megpixelzahlen notwendig.
Bei Verwendung von Fisheye-Linsen sind bei den genannten Ansprüchen 10 Megapixel ausreichend für Faces-Größen von ca. 2200x2200 Pixeln bei 8mm Fisheyes und 2800x2800 bei 10,5mm Fisheyes . Wem es nichts ausmacht, mit 1GB großen Bildern zu hantieren, der kann mit natürlich bei 35mm Brennweite mit 8 Megapixeln fotografieren. Photoshop sollte ca. die 3fache Größe des Bildes an RAM zugeordnet sein, bei 3600x3600 großen Faces also 3 GB RAM. |
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| 3. Ausrichten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sowohl Stativ als auch die Kamera müssen per Wasserwaage gerade ausgerichtet werden. Wenn das Stativ einmal steht, darf es keinen Millimeter mehr bewegt werden, bis das Panorama komplett ist. |
Das Stativ muss anhand der Stativbeine oder eines Kugelkopfes ausgerichtet werden, der Panoramakopf selber muss dabei in Grundposition (0 Grad vertikal) eingestellt sein. |
Möglich zum Ausrichten des Stativs wäre auch der Einsatz eines Levellers, hier der Manfrotto 338. |
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| 4. Das Fotografieren | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Es müssen, je nach Brennweite, 24 - 48 Bilder gemacht werden. Auf ausreichende Überlappung ist zu achten. | Bei 35mm Brennweite: Die Kamera wird für die mittlere Reiheexakt horizontal ausgerichtet und in 30 Grad-Schritten gedreht. Für die obere Reihe (Fotos 13-24) wird die Kamera 50 Grad nach oben gekippt und in 30 Grad-Schritten gedreht.. Für die untere Reihe (Fotos 25-36) wird die Kamera 50 Grad nach unten gekippt und in 30 Grad-Schritten gedreht. Die 8 Top- und Bodenbilder (Fotos 37-44) entstehen bei 0, 90, 180 und 270 Grad Drehung bei 85 Grad Neigung nach oben und unten. Für die Überlappung sind 25% - 40% meist ausreichend, bei schwierigen Motiven sollte evt. ein Zwischenbild, also halbe Gradzahl, gemacht werden. Mögliche Bilderzahlen bei anderen Brennweiten:
Eine "krumme" Bilderzahl von z.B. 10 läßt sich eigentlich nur bei einem Kopf mit Rasterung verwenden, da sich jeweils 36 Grad auf einer Gradskala kaum einstellen lassen. Dazu kommt immer noch bei Bedarf ein Freihandfoto vom Boden. |
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| 5. Belichtung und Weißabgleich | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Die Belichtung ist fast immer problematisch. Alle Fotos müssen mit derselben Belichtung gemacht werden, im manuellen- oder im Panoramamodus. Auch sollten die Bilder mit identischem Weißabgleich gemacht werden, um Verfärbungen einzelner Bilder von vorneherein zu minimieren. |
Als Faustregel gilt: besser etwas zu dunkel als zu hell. Also sollte die Belichtung z. B. horizontal in Richtung der Sonne festgelegt werden, das ergibt etwas dunklere Bilder. In den dunklen Bereichen sollten aber immer noch Farben und Strukturen erkennbar sein, die z.B. mit dem Effekt "Schatten und Lichter" in Photoshop aufgehellt werden können. Hilfreich bei sehr heller Umgebung, wenn man den LCD-Bildschirm nicht erkennen kann, kann die Panorama-Funktion sein. Alle Bilder richten sich in Brennweite und Belichtungszeit nach dem ersten gemachten Bild, was automatisch belichtet wird. |
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| 6. Belichtungsvarianten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Teile des Panoramas, die mit der Basisbelichtung zu hell oder zu dunkel erscheinen, werden ein zweites Mal mit optimaler Belichtung aufgenommen | Wichtige Motive sollten bei schwierigen Lichtverhältnisse noch einmal optimal belichtet aufgenommen werden. Sie müssen dann ins VR-Movie einretuschiert werden. Es können auch 2 komplette Sets Bilder mit zwei verschiedenen Belichtungsstufen aufgenommen werden, für sog. HDR-Bilder. Wegen der längeren Dauer der Aufnahmen (88 Fotos) gibt es aber Probleme mit dem Zeitfaktor. Gut, wenn die Kamera die Möglichkeit der Aufnahme von Belichtungsvarianten bietet, z.B. jeweils 3 Aufnahmen, -2, 0 und +2 Blendenstufen. Wenn die Kamera RAW-Bilder erzeugen kann, kann man Belichtungsvarianten auch aus den RAW-Bildern bei der RAW-Konvertierng im Computer erzeugen. Das ist oft die einzige Möglichkeit, den Zeitfaktor in den Griff zu bekommen, z.B. bei Aufnahmen von Menschen. Der Belichtungsbereich läßt sich so etwa um zwei Lichtwerte erweitern, |
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| 7. Die Schärfe | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Alle Elemente im Bild müssen scharf abgebildet sein, das Spiel mit Unschärfe funktioniert bei Quicktime VR nicht. | Ich selber hatte in der Praxis noch nie Probleme mit Unschärfe bei meiner Kompaktkamera, obwohl ich immer automatisch fokussieren lasse. Kompaktkameras sind, was Schärfe angeht, für Panoramaaufnahmen besser geeignet als Spiegelreflexkameras, sie haben einen deutlich größeren Schärfebereich. Außerdem gilt, je weitwinkliger, desto gößer der Schärfebereich, weshalb man für Spiegelreflexkameras Objektive von 24mm oder weniger verwenden sollte. Man sollte auf jeden Fall aber eine kleine Blende für eine große Schärfentiefe nehmen, kann aber m.E. automatisch fokussieren. Die Schärfe ist auf dem Display von Digitalkameras sowieso kaum zu beurteilen, außer beim starken Hereinzoomen ins fertige Bild auf dem Display oder im Sucher von Spiegelreflexkameras. Bei Kompaktkameras eine Blende von 4.0 bei Tageslicht ist z.B. ein guter Ausgangspunkt, Blende 8 bei Spiegelreflex. Ich habe aber bei meinen Nachtpanoramen auch mit Blende 2.8 (aus Lichtgründen) bei automatischem Fokus nie Schärfenprobleme gehabt. Das Autofokus-Hilfslicht meiner kompakten Canon scheint sehr zuverlässig zu funktionieren |
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| 8. Der Zeitfaktor | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Der Zeitfaktor spielt bei VR-Aufnahmen immer eine Rolle. Wenn man sehr schnell ist, vergehen zwischen ersten und letztem Bild ca. 5 Minuten, die Aufnahmen können aber auch schon mal eine halbe Stunde dauern. | Problematisch ist das Fotografieren z.B. bei locker bewölktem Himmel, da sich die Lichtverhältnisse zwischen erstem und letztem Bild mehrmals ändern. Um alle Bilder dann bei Sonnenlicht aufzunehmen, muss man ggf. Wolkenpausen einlegen. Die Sonne und damit die Schatten wandern weiter, die Wolken ziehen und verändern ihre Form, der Bus fährt weg. |
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| Veränderte Schatten wegen verstrichener Zeit lassen sich im Überlappungsbereich zweier Fotos nur durch Retusche oder Maskierung korrigieren. | Das betrifft alle zeitlich weiter auseinander liegenden Fotos, z.B. Nr. 1, Nr. 12 und Nr. 13, die ja neben- und untereinander liegen, siehe Seite Grundlagen |
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| Unbewegte Motive zu fotografieren ist am leichtesten, es gibt normalerweise keine Probleme eine saubere Überlappung der Bilder zu erstellen. |
Es gibt es bei unbewegten Motiven bei sauber aufgenommenen Fotos keine Unschärfen oder Verdopplungen im Überlappungsbereich der Fotos. Schwierig kann es allerdings bei sehr dunklen Bildbereichen werden, hier hat das Stitch-Programm "Realviz Stitcher" oft Schwierigkeiten, Bilder aneinanderzufügen. |
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| Fotos mit einfarbigen Flächen wie z.B. wolkenloser Himmel lassen sich nur von Hand zusammenfügen, da Stitcher hier keine identischen Strukturen findet. | Das Stitch-Programm braucht identische Bereiche, um die Fotos zusammenzusetzen. Selbst das Auge erkennt nicht, wie die Bilder zusammengehören. |
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| Aufnahmen mit Menschen im Bild sind am kompliziertesten. Auch Murmeltiere und Affen sind schwierig. Bewegte Elemente müssen jeweils komplett, möglichst mit Schatten, in einem Bild erfasst werden. |
Am besten ist es, jeden Bereich des Bildes einmal ohne Mensch (oder Schatten eines Menschen) fotografiert zu haben. Das kann dazu führen, dass z.B. an einer belebten Stelle 100 Einzelfotos notwendig sind, um ein fehlerfreies VR-Movie zu erstellen. Der Retusche-Aufwand ist dann erheblich. Wenn Menschen im Bild sind, müssen sie vollständig auf einem Foto erfasst sein, da Menschen immer in Bewegung sind und sich selbst in Ruhe kaum aneinandermontieren lassen.. Die Schatten der Menschen müssen trotzdem oft nachretuschiert werden, wenn sie aus dem Bild herausragen. |
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| Wenn Menschen im Bild sein sollen, ist es vorteilhaft, sie gezielt vom VR-Standpunkt aus bildfüllend zu fotografieren und in das VR-Movie gesondert einzufügen. | Als gesonderte Aufnahme lässt sich das Mädchen incl. Schatten ins Movie einbauen, die anderen Aufnahmen werden an dieser Stelle ausmaskiert. |
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| Wasserflächen sind unstitchbar, das Stitch-Programm findet keine identischen Bereiche, außer vielleicht bei Spiegelungen auf unbewegtem Wasser. |
Die Bilder müssen im Stitch-Programm mit erheblichem Aufwand von Hand arrangiert werden. Die Übergänge selber sehen aber bei Wasser aber gut aus. |
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| Wind bereitet bei Naturaufnahmen Probleme. Bäume, die durch Wind bewegt werden, sollten möglichst jeweils in einem gesonderten Einzelfoto eingefangen werden. | Gräser oder Felder wogen, Blätter rascheln, was alles zu Schwierigkeiten für das Stitch-Programm führt. Außerdem gibt es Unschärfen oder Verdopplungen im Überlappungsbereich, also mehr Retusche. Wenn ein Baum komplett in einem Einzelfoto eingefangen wurde, entstehen beim Zusammenfügen in Stitcher keine Unschärfen, da innerhalb des Baums keine Überblendung notwendig ist. |
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| 9. Den Boden fotografieren | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Leider kann die Kamera nicht fliegen. Ganz am Schluss, das Panorama muss komplett sein, sollte man den Boden unter dem Stativ für die Retusche frei Hand fotografieren. |
Als letztes wird die Kamera vom Stativ genommen, das Stativ entfernt, die Kamera nach unten gerichtet und der Boden unter dem Stativ fotografiert, möglichst ohne Schatten. |
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| 10. Der Maul-Faktor | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bei Aufnahmen am Kottbusser Tor ist darauf zu achten, dass man keins aufs Maul kriegt. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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