Erstellen eines Quicktime VR Cubic Panorama-Movies
Rendern
Quicktime-Plugin notwendig!

1. Das Rendern des Panoramas in Realviz Stitcher 4.0
Export:
Zu jeder Zeit kann mit dem Befehl "Render" ein Cubic-Movie erstellt werden. Nicht mit Bildern belegte Bereiche bleiben schwarz.
Die letzte Blickrichtung im Montagefenster wählt Stitcher auch für den Export.

Als Exportformat wählt man "Cubic QTVR". Wenn in der Ausgabegröße "Best Rendering Settings" gewählt wird, legt Stitcher die Größe der Würfelflächen automatisch fest.

In "Quicktime Movie Settings" ist die Kompressionsart- und Qualität einzustellen, außerdem kann fürs Internet ein "Preview" in niedriger Aulösung eingestellt werden.

Die Moviefenster-Größe ist in "Quicktime Movie Settings" einzustellen.

Das fertig gerenderte Movie ist sofort im "Quicktime Movie Player" anzusehen.

Für den Export aus Stitcher ist wählbar:

Zylindrisches QTVR
Cubisches QTVR
Sphärisches Bild
Planar
VRML
Flash

Beim Export sollte unbedingt zum Archivieren JPG-Losless gewählt werden.

Die beste, aber auch langsamste Methode, die Bilder zusammenzurechnen, ist "Lanczos5".

Das Schärfen nimmt man später lieber in Photoshop vor, ist Geschmacksache.

Die eigentliche Qualität des VR-Movies wird in den "Output Size Properties" festgelegt. Hier bestimmt man die Größe der Würfelflächen des Movies. Das ist völlig unabhängig davon, wie groß der Film später auf dem Bildschirm gezeigt wird.

Der resultierende Film mit den gezeigten Einstellungen ist 20MB groß.

Fürs Internet gut: Seiten 1000x1000
Kompression: "Photo JPEG Quality Low",
Dateigröße: ca 500KB

Ich benutze meistens den Sorensen 3-Codec, der ist herunter bis "Quality Low" der JPEG-Kompression überlegen.
2. Optional: Export eines equirectangularen Bildes aus Realviz Stitcher 4.0
Für die Verwendung im Java-Applet "PTViewer oder für eine Vorschau des Panoramas kann ein equirectangulares Bild exportiert werden. Farbkorrektur ist in Photoshop damit möglich, eine saubere Retusche ist wegen der extremen Bildverzerrung fast ausgeschlossen. Das Exportformat nennt sich "Spherical", das Seitenverhältnis ist immer 2:1. Es empfiehlt sich, das Bild als TIFF zu exportieren und eine JPEG-Kompressions mit einem geeigneten Programm wie Photoshop vorzunehmen.
3a: Export der Faces aus der Stitcher 4.0 Vollversion
Faces rendern:
Um das VR-Movie retuschieren zu können, müssen die 6 in dem Panorama enthaltenen Faces erzeugt werden.
Mit der (sehr teuren) Stitcher Vollversion lassen sich mit dem Export-Format "Cubical" direkt 6 Faces rendern.
Leider hat Realviz die Möglichkeit des Exportes von "Cubical" in Stitcher Express deaktiviert.

Beim Export aus der Vollversion enstehen 6 Faces im Tiff-Format, benannt nach der Position im Cubic-Würfel.
(back, down, front, left, right, up)

3b. Export der Faces aus CubicConverter:
Faces extrahieren:
Um das VR-Movie retuschieren zu können, müssen 6 Faces aus dem Movie extrahiert werden.
Dazu dient das Schweizer Messer des Quicktime VR Cubic-Filmes, das Programm CubicConverter.

Einfach das Movie auf das Conversion-Feld ziehen und den entstehenden Ordner dann auf den Desktop, fertig.

CubicConverter extrahiert Faces aus VR-Movies, wandelt Faces wieder in VR-Movies, wechselt die Blickrichtung, Größe der Würfelseiten, Kompression und vieles mehr.


Es entstehen 6 Faces im Tiff-Format, benannt nach der Position im Cubic-Würfel.
(front, right, back, left, bottom, top)

3c: Export der Faces aus Quicktime Player Pro:
Faces extrahieren:
Die Faces lassen sich auch mit einem Trick aus der (kostenpflichtigen) Pro-Version des Quicktime Players extrahieren.
Die Schritte zur Extraktion in Quicktime 6 oder 7:
1. Movie in Quicktime Player Pro öffnen
2. Filmeigenschaften einblenden
3. Obere Zeile mit dem Dateinamen anklicken
4. Unter Reiter "Präsentation" Art der Filmsteuerung von "QTVR Panoramasteurerung" auf "Filmsteuerung ändern.
5. Quicktime VR Spur deaktivieren
6. VR Panorama Spur deaktivieren
7. Video Spur 1 aktivieren
8. Unter Exportieren - Film -> Bildsequenz das gewünschte Bildformat (TIFF) auswählen


Es entstehen 6 Faces im Tiff-Format, in nummerierter Reihenfolge.
(1=front, 2=right, 3=back, 4=left, 5=top, 6=bottom)

4. Optional: Direkte Retusche und Farbkorrektur in einem Bildbearbeitungsprogramm
Es ist nun möglich, die 6 Faces normal wie Fotos zu bearbeiten, mit allen Möglichkeiten der Retusche und Farbkorrektur.

Die Vorgehensweise unterscheidet sich nicht grundlegend von dem bei Retusche beschriebenen Verfahren.

Für eine optimale Weiterbearbeitung schlage ich allerdings ein aufwendigeres Verfahren vor, im folgenden beschrieben.
Die 6 resultierenden einzelnen Faces, wie sie in einem Cubic VR-Movie integriert sind
Es ist darauf zu achten, das an den Kanten nicht retuschiert werden darf, da die Faces im Movie ja direkt aneinander liegen und sonst Kanten sichtbar werden.

Farbkorrekturen müssen bei allen 6 Bildern identisch vorgenommen werden, auch sonst werden später Kanten sichtbar.

Für mich der wichtigste Effekt von Photoshop, "Schatten und Lichter", ist auf die Faces nicht anwendbar, auch hier werden Kanten sichtbar.

Die genannten Probleme lassen sich umgehen, wenn man das unter Punkt 3. beschriebene Verfahren anwendet.
5. Erstellen eines Gesamtbildes aus den 6 VR-Faces
Grosses Gesamtbild erstellen:
Als günstig hat sich die folgende Verfahrensweise herausgestellt:
Die Bilder werden direkt nebeneinander in einem Gesamtbild montiert. Bildgröße ist
Breite = 4x Facesbreite
Höhe = 3x Facesbreite

Die 6 VR-Bilder zusammengenommen ergeben ein liegendes Kreuz. Die freien Flächen werden mit gedrehten Versionen von den Faces "Top" und "Bottom" aufgefüllt.

Die 6 resultierenden einzelnen Faces, wie sie in einem Cubic VR-Movie integriert sind. Die rot markierten Bereiche finden keine Verwendung im finalen Movie. Die Pfeile markieren zusammengehörende Kanten.
Das ganze geht einfach per Hand in z. B. Photoshop.

Ich benutze "Adobe After Effekts", da sich die Prozedur hier einfach automatisieren lässt, die Bilder werden als externe Dateien eingebunden. Bei jedem neuen VR kann man die Dateien dann einfach austauschen.

Beim neuen Photoshop CS2, das externe Dateien via "Smart Objects" einbinden kann, müsste das auch einfach gehen.

Die resultierende Bildgröße kann je nach Größe der Faces erheblich sein, siehe auch Megapixel.
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