Erstellen eines Quicktime VR Cubic Panorama-Movies
Die Ausrüstung
Quicktime-Plugin notwendig!

1. Voraussetzungen
Fotoausrüstung:
Digitalkamera
Stativ
Cubic-Panoramakopf
Kleine Wasserwaage
Computer (ich arbeite mit einem Apple Macintosh G5 Dual 2Giga)

Computerprogramme:
Quicktime, ab Version 5.0 werden kubische Panoramen unterstützt, ist auf jedem Mac installiert. Der Quicktime Player wird auf dem PC mit Quicktime installiert, ebenso das Quicktime Browser-Plugin.
Graphikconverter oder anderes Konvertierungsprogramm
Realviz Stitcher, auch für PC erhältlich
CubicConverter, für den PC Pano2QTVR.
Adobe Photoshop, auch für PC erhältlich, es gehen natürlich auch andere Bildbearbeitungen
A Better Finder Rename (optional), auch für PC erhältlich
PTViewer oder Pureplayer, mit dem man eine Version des Panoramas ohne Quicktime zeigen kann
2. Die Digitalkamera:
Die Megapixelzahl ist nicht sehr wichtig, 2 Megapixel können durchaus schon ausreichen. Je kleiner die Brennweite, desto größer sollte allerdings die Megapixel-Zahl sein.
Bei Verwendung von Fisheye-Linsen sind 10 Megapixel oder mehr Voraussetzung.

Da das Panorama aus vielen (bei mir 44) Einzelbildern zusammengesetzt wird, benötigen hohe Auflösungen erheblich Rechenpower und RAM. Siehe auch Megapixel.

Meine Canon
Powershot A40
Die Bildgeometrie sollte möglichst verzeichnungsfrei sein, damit sich benachbarte Bilder deckungsgleich zusammensetzen lassen.  
Manuelle Belichtung oder Panoramafunktion, alle Fotos müssen mit der gleichen Belichtung gemacht werden. Das betrifft Weißabgleich, Verschlusszeit und Blende, die sich für alle Fotos quasi fixieren lassen müssen.
Die Brennweite sollte 35mm oder kleiner sein.
Meine Canon Powershot A40 ist mit 35mm angegeben, hat aber real 33,5mm Brennweite.
Die Anzahl der notwendigen Bilder richtet sich nach der Brennweite.
Die Bilder werden hochkant aufgenommen.
Nach jedem Bild wird die Kamera soweit gedreht, dass die Bilder eine ausreichende Überlappung aufweisen. (ca. 30%). Bei meiner Canon Powershot A40 führt das zu 44 Bildern, je 12 in der mittleren, oberen und unteren Reihe, außerdem je 4 Bilder senkrecht nach oben und unten.
Bild 1 überlappt mit den Bildern 2 und 12 in der mittleren Reihe,
aber auch mit Bild 13 obere Reihe und Bild 25 untere Reihe.
Bei lichtmäßig schwierigen Motiven kann die Möglichkeit der Aufnahme von Belichtungsreihen interessant sein. Das bieten die meisten Spiegelreflexkameras. Die Aufnahme von Belichtungsvarianten heißt, es werden z.B jeweils 3 Aufnahmen gemacht, -2, 0 und +2 Blendenstufen. Da es einen kurzen Zeitversatz zwischen den Aufnahmen gibt, wird es bei bewegten Motiven Schwierigkeiten mit dem Zeitfaktor geben.
Die Kamera muss sich mit einer Wasserwaage ausrichten lassen. Da die Kamera hochkant verwendet wird, sollte sich eine der Seitenflächen zum Auflegen der Wasserwaage eignen.
Das ist leider kein triviales Problem, zur Not muss eine geeignete Vorrichtung geschaffen werden, um die Wasserwaage aufzulegen. Es reicht nicht, nur das Stativ gerade auszurichten.
Die flache Seite der A40 ist der
optimale Platz zum Ausrichten mit
der Wasserwaage
Eine Wasserwaage für den
Blitzschuh, funktioniert nicht
mit allen Kameras. (Hama)
3. Das Stativ:
Das Stativ sollte 120 cm - 150 cm hoch ausziehbar und so stabil sein, dass es nach 44 Fotos noch millimetergenau in der gleichen Position steht. Wenn es während dem Fotografieren verrutscht, kann man noch mal von vorne anfangen.
Das Stativ darf keinen eigenen Stativkopf haben bzw. der Kopf muss sich abschrauben lassen.
Sinnvoll ist, wenn das Stativ eine eingebaute Wasserwaage hat.
Mein Stativ ist ein Manfrotto 190CLB, 1,9kg, 150cm hoch.
Bei Radtouren benutze ich aus Gewichtsgründen ein modifiziertes, sehr leichtes Hama-Stativ.

Hat schon viel erlebt: Hama Stativ, 500g, 130 cm hoch
4. Der Cubic-Panoramakopf:
Anforderungen an den Panoramakopf:
Die Kamera muss um 360 Grad horizontal und 180 Grad vertikal drehbar sein. Die Drehachsen müssen so anpasst werden, dass sich die Kamera millimetergenau im sog. Nodalpunkt dreht.
Es funktioniert nicht, die Kamera um das eingebaute Schraubgewinde zu drehen.
Der Kopf muss eine Gradeinteilung, evl. mit Rasterung aufweisen.
Käuflich zu erwerben ist in Deutschland nur der Manfrotto 303SPH für ca. 500 Euro, 2 Kilo schwer, aber für jede Kamera einstellbar.

Übers Internet lassen sich den USA noch andere Köpfe bestellen.
Bogen / Manfrotto
Kaidan
Panosaurus 100$
Really Right Stuff
Nodal Ninja 120$
360 Precision

Die Alternative ist der Selbstbau eine Kopfes. Mein Kopf besteht aus einem Panoramasockel mit Gradeinteilung vom Flohmarkt, auf den ein Winkel vom Baumarkt geschraubt ist. Eine Kombination aus Schrauben und Aluminiumplatte sorgt für die richtige Position der Kamera auf den Drehachsen, Gewicht 800g.
Es gibt Drehteller, die schon eine veränderbare Rasterung für verschiedene Brennweiten aufweisen, hier für 6, 8, 9, 10, und 12 Bilder pro Reihe von Agnos Equipment.
5. Der Nodalpunkt:
Der Nodalpunkt befindet sich ungefähr in der Mitte des Objektivs der Kamera.
Die Kamera muss bei VR-Aufnahmen im sog. Nodalpunkt um 360 Grad horizontal und 180 Grad vertikal gedreht werden.
Bei Drehung der Kamera nicht im Nodalpunkt gibt es vor allem im Nahbereich sog. Parallaxenverschiebungen von Foto zu Foto. Dadurch entstehen beim Zusammenfügen Dopplungen im Überlappungsbereich der Bilder.
Wie man feststellt, ob der Drehpunkt des Kamerakopfes richtig eingestellt ist:

2 Testkreuze (Nägel, dünne Rohre o.ä.) von der Kamera aus gesehen exakt hintereinander aufstellen (z.B. in 1m und 2m Entfernung).

Wenn der Drehpunkt der Kamera richtig im Nodalpunkt liegt, sind die Testkreuze auf den Fotos sowohl nach horizontaler als auch vertikaler Drehung deckungsgleich.

Die Feststellung des Nodalpunktes der Kamera ist sehr fummelig, weitere Informationen unter
http://www.heiliger-net.de/panphoto/nodalpunkt.htm
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